Motorradhelm kaufen: Worauf du wirklich achten solltest

Beim Motorradhelm habe ich am Anfang den Fehler gemacht, nur aufs Design zu schauen. Der Helm saß, sah gut aus, fertig. Erst später habe ich verstanden, dass es um Passform, Belüftung und den richtigen Sitz geht. Ein Helm, der drückt oder bei Tempo flattert, macht keine Freude. Denn den Helm trägst du bei jeder einzelnen Fahrt, und nichts nervt mehr als ein Helm, der nach einer halben Stunde unangenehm wird.
Die Passform entscheidet
Ein Helm muss fest sitzen, aber nicht schmerzen. Er darf nicht wackeln, wenn du den Kopf schüttelst, und die Wangenpolster sollten leichten Druck ausüben. Gerade für Frauen ist die Suche oft mühsam, weil viele Modelle zu breit geschnitten sind. Ein Motorradhelm mit halber Abdeckung fällt schmaler aus und ist im Sommer angenehm luftig.
Wer viel in der Stadt unterwegs ist, sollte über einen Helm mit integrierter Brille nachdenken. Der Motorradhelm mit integrierten Goggles erspart das Gefummel mit der extra Sonnenbrille und sitzt auch bei Wind fest.
Kleine Extras, große Wirkung
Was mir wirklich geholfen hat, waren zwei unscheinbare Dinge. Zum einen eine Anti-Beschlag-Lösung: Motorrad-Demister-Goggles verhindern, dass die Scheibe bei Kälte beschlägt. Zum anderen eine winddichte Innenauskleidung, die den Luftzug am Hals abhält, wenn es draußen frisch wird. Beides kostet wenig und macht das Fahren deutlich angenehmer.
Wer gern navigiert oder Musik hört, für den lohnt sich ein Bluetooth-Helm, der sich mit dem Handy verbindet. So telefonierst du unterwegs, ohne anzuhalten.
Mein Rat
Probiere einen Helm im Zweifel lieber eine Nummer kleiner, als zu groß. Der Helm setzt sich mit der Zeit, und nichts ist unangenehmer als ein Helm, der bei jedem Bremsen nach vorne rutscht. Lass dir beim Anprobieren ruhig Zeit und trage den Helm zehn Minuten statt zehn Sekunden, so spürst du Druckstellen, bevor es zu spät ist. Und tausche einen Helm nach einem Sturz oder nach etwa fünf Jahren aus, auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist.



